
Warum und wann habe ich mit Webcam-Modeling angefangen?
Viele sehen, was ich heute mache. Aber nur wenige kennen die Geschichte dahinter.
Ich habe bereits früher als Model gearbeitet – allerdings nicht im Webcam-Bereich, sondern ausschließlich in der Foto-Modeling-Industrie.
Dann kam Corona.
Zu diesem Zeitpunkt besaß ich bereits mehrere Firmen, die aufgrund der Corona-Pandemie schließen mussten. Plötzlich stand ich, wie viele andere Unternehmer auch, vor einer großen Herausforderung: Wie kann ich meine Mitarbeiter weiterhin bezahlen und ihre Arbeitsplätze sichern?
Denn hinter jedem Mitarbeiter steht auch ein Mensch, oft mit einer Familie, die versorgt werden muss.
Doch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren damals nicht meine einzige Herausforderung.
Zwischen unternehmerischer Verantwortung und dem letzten Wunsch meiner Mutter
Zur gleichen Zeit war meine Mutter schwer an Krebs erkrankt. Sie wusste, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleiben würde, und hatte einen letzten Wunsch: Sie wollte zu Hause sterben.
Ich entschied mich, sie auf ihrem letzten Weg persönlich zu begleiten und sie zu Hause bis zu ihrem Tod zu betreuen.
Diese Zeit verlangte mir emotional und körperlich sehr viel ab. Einen „normalen“ Job mit festen Arbeitszeiten konnte ich unter diesen Umständen nicht mehr ausüben. Ich musste jederzeit für meine Mutter da sein können.
Gleichzeitig hatte ich weiterhin die Verantwortung für meine Firmen und meine Mitarbeiter, die auf ihre Gehälter angewiesen waren.
Ich brauchte also eine Möglichkeit, flexibel zu arbeiten, Geld zu verdienen und trotzdem für meine Mutter da zu sein.
Und genau diese Möglichkeit bot mir die Erotikbranche.
Eine Entscheidung, die mehr als nur mein eigenes Leben beeinflusste
Ich ging zurück zu dem, was ich früher bereits nebenbei gemacht hatte: Modeling. Diesmal allerdings in einer anderen Form – dem Webcam-Modeling.
Ich konnte selbst entscheiden, wann, wie lange und von wo aus ich arbeitete. Diese Freiheit war in meiner damaligen Lebenssituation unbezahlbar.
Ich konnte meiner Mutter ihren letzten Wunsch erfüllen, sie zu Hause auf ihrem letzten Weg begleiten und gleichzeitig weiterhin Geld verdienen.
Und nicht nur das.
Durch diese Entscheidung konnte ich auch meine Mitarbeiter weiterhin bezahlen. Ich konnte sämtliche Arbeitsplätze erhalten und musste niemanden entlassen.
Ich musste mich nicht zwischen meiner sterbenden Mutter und meiner Verantwortung als Unternehmerin entscheiden.
Und darauf bin ich bis heute stolz.
Menschen urteilen schnell. Aber sie kennen selten die Geschichte dahinter.
Wer in der Webcam-Branche sein Geld verdient, wird schnell verurteilt. Es wird mit dem Finger auf einen gezeigt, ohne überhaupt zu wissen, welche Geschichte, welche Entscheidungen oder welche Verantwortung dahinterstehen.
Viele sehen nur die Branche. Aber sie sehen nicht die Menschen dahinter.
Sie sehen eine Frau vor der Kamera.
Was sie nicht sehen, ist eine Tochter, die ihre krebskranke Mutter bis zum letzten Atemzug begleitet hat.
Sie sehen nicht die Unternehmerin, die trotz geschlossener Firmen versucht hat, Arbeitsplätze zu retten.
Und sie sehen nicht die Verantwortung, die hinter dieser Entscheidung stand.
Es ist leicht, über Menschen zu urteilen, deren Geschichte man nicht kennt.
Was damals aus einer unternehmerischen und persönlichen Notwendigkeit begann, ist bis heute ein Nebeneinkommen für mich geblieben. Eines, das mir unglaublich viel Spaß macht. Und ich denke, das sieht man auch an meinem Content und an meinem Erfolg.
Webcam-Modeling ist für mich mehr als nur Unterhaltung.
Wie in jedem Unternehmen gibt es gute und schlechte Zeiten. Auch in meinen anderen Firmen läuft nicht immer alles nach Plan.
Wenn beispielsweise in meiner zweiten Firma, die in der Baubranche tätig ist, weniger Aufträge eingehen, kann ich durch meine zusätzlichen Einnahmen finanzielle Engpässe ausgleichen.
Das bedeutet: Ich kann meine Mitarbeiter weiterhin bezahlen, auch wenn die Auftragslage einmal schlechter ist.
Für mich ist das nicht nur ein zusätzliches Einkommen. Es ist auch ein Stück unternehmerische Unabhängigkeit und Sicherheit.
Ich habe gelernt, dass es nicht entscheidend ist, aus welcher legalen Branche das Geld kommt, sondern was man damit macht.
Während manche Menschen über meine Arbeit urteilen, sichere ich damit Arbeitsplätze, bezahle Gehälter und übernehme Verantwortung.
Und vor allem: Diese Arbeit hat mir damals etwas ermöglicht, das kein Geld der Welt zurückbringen kann – die letzten gemeinsamen Momente mit meiner Mutter.
Dafür bin ich dankbar.
Und genau deshalb bereue ich meine Entscheidung keine einzige Sekunde.
So, let’s talk about Dirty Money.
Manche nennen es „Dirty Money“.
Ich nenne es unternehmerisches Denken, Verantwortung, Unabhängigkeit und die Fähigkeit, auch in den schwierigsten Zeiten Lösungen zu finden, statt aufzugeben.
Dieses sogenannte „Dirty Money“ hat dazu beigetragen, dass Menschen ihre Arbeitsplätze behalten konnten.
Es hat Familien finanzielle Sicherheit gegeben.
Und es hat einer schwer kranken Frau ermöglicht, ihren letzten Wunsch erfüllt zu bekommen: zu Hause zu sterben, begleitet von ihrer Tochter.
Also frage ich mich: Was genau soll daran eigentlich dirty sein?
Am Ende zählt nicht, wie andere dein Geld bezeichnen.
Es zählt, was du damit bewirkst.
Und vielleicht sollten manche Menschen erst die Geschichte hinter einem Menschen kennenlernen, bevor sie über dessen Lebensentscheidungen urteilen.
Don’t judge my business if you don’t know my story.